Birkenkopf am Sonntagmorgen

Ostern im Schneetreiben

Pfarrer Novak von der Paul-Gerhardt-Gemeinde in Stuttgart erinnerte an das Wunder der Auferstehung und die Schneeflocken stoben über die frierende Menge. Tapfer die Posaunen.


Misericordias Domini kommt der Frühling.

Der Sonntag Miserikordias Domini wird durch das Evangelium vom Guten Hirten bestimmt. Der Hirte sorgt für seine Schafe, die ihm  folgen. Pfarrer Vosseler von der Stiftskirche in Stuttgart, der zugleich sein eigener Posaunenchor war (genial schräge Töne), sprach deshalb über den Psalm 23:

" Der HERR ist mein Hirte; mir wird nichts mangeln. Er weidet mich auf grüner Aue und führet mich zum frischen Wasser. Er erquicket meine Seele; er führet mich auf rechter Straße um seines Namens willen. Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück; denn du bist bei mir, dein Stecken und dein Stab trösten mich.

Dazu schöne Lieder: 320, 330 und 445.


Jubilate am 21.04.13

mit Pfarrer  Schmidt von der Johanniskirche war kalt und mit Nieselregen garniert. Das nahm der Veranstaltung nicht die Faszination.

Schmidt sprach einfühlsam und anschaulich über den Weinstock und die Reben und den Satz von Luther. "Ich bin getauft".

Der Posaunenchor schmetterte wacker über die kalten Blüten und gab bei den schwierigen Melodien einen Halt.



Kantate am 28.04.2013

Pfarrerin Renninger von der Erlöserkirche hielt sich wacker an diesem 5.Grad-im-Nebel-Morgen. Lied Nr. 502 - Wie lieblich ist der Maien - passte noch nicht so richtig - ist auch noch nicht Mai.

Rogate am 05.05.2013
Pfarrerin Dr. C. Keim von der Gedächtniskirche hatte es besser: Ein zauberhafter Maimorgen. Mild. Sie sprach über das Motto des Kirchentages in Hamburg: "So viel ihr braucht". Da regt sich Widerspruch: Ohne Planen und Vorsorgen geht es nicht. Selbst bei Moses planten sie den Manna-Verbrauch am Sabbat. Die reine Ökonomie des Genug funktioniert nicht.
Die Lieder und die Posaunen waren Klasse: Die helle Sonn', Komm, Herr, segne uns, Ich singe Dir mit Herz und Mund und Gott des Himmels und der Erden.


Exaudi am 12. Mai. Pfarrer Fischer von der Nordgemeinde bemühte den sehr sperrigen Psalm 82, der sehr auslegungsbedürftig ist und sprach über Gerechtigkeit. Ein großes, zu großes ? Thema für einen kalten und grauen Morgen?
Die Posaunisten der Nordgemeinde waren gut dabei und begleiteten schöne Lieder: Auf Seele, Gott zu loben, Dich rühmt der Morgen, Gott gab uns Atem und Komm Herr, segne uns.



Pfingsten - 19.05.13 - trocken aber kühl
Pfarrer Horndasch von der Diakonissenanstalt nahm Psalm 118 zum Ausgangspunkt : "Dies ist der Tag, den der Herr macht"; und sprach weiter über die Begegnungen, die ein Leben ausmachen.
Posaunen begleiteten schöne Lieder, die alle von Geistern handelten: O Heilger Geist, Geist der Wahrheit, Kraft des Heiligen Geistes - und der bisherige Hit des Jahres 2013: Komm, Herr segne uns: Ein Lied geht seinen Weg.





Trinitatis, 26.05.13
Pfarrer Peter Wolff von der Kreuzkirche in Heslach sprach bei anfänglichem Regen und Wind bei 5 Grad vor einer wackeren Schar über den Segen. Einfühlsam und voller Anregungen. Hinterher schwebte man zurück ins Tal und hat noch viel nachzudenken.
Der Flötenkreis der Gemeinde unterstütze die Lieder, die alle vom Segen handelten:
Gott ist gegenwärtig,  Gelobet sei der Herr, Segne uns o Herr.



Am 1. Sonntag nach Trinitatis, am 2. Juni 2013, sprach Pfarrerin Irmtraud Ahlers vom
Katharinenhospital darüber, dass der Glaube Menschen braucht, die ihn verkünden und leben, passend zu Lukas 10,16.  Schöne, nachvollziehbare Worte.
Intoniert wurde von der kleinen Schar u.a. Geh' aus mein Herz..... die selten gesungenen Strophen 13 + 14.:
Mach in mir deinem Geiste Raum,
daß ich dir werd ein guter Baum,
und laß mich Wurzel treiben.....
Richtig gut.

Wider Erwarten blieb es nach all dem Dauerregen der vergangenen Tage trocken, Wasser rieselte nur unter dem Farn ins Tal. Die Sonne war zu ahnen. Ein gelungener Einstieg in den Tag.


Trinitatis 2+3 leider verpasst.

Aber Trinitatis 4, 23. Juni 2013.
Pfarrer
  Christoph Schweizer von der Medienabteilung besprach Psalm 31,9:
"Du stellst mein Füße auf weiten Raum."
- wahrscheinlich ungewollt passend zum zeitgleich stattfindenden 20. Stuttgart-Lauf. Bemühte sich, die Bedeutung hinter den Worten herauszuarbeiten. Nur zwei Lieder: Morgenlicht leuchtet und: Vertraut den neuen Wegen.


Trini5 verpasst.

Trinitatis 6 am 7.7.2013
sprach
Pfarrerin Heidi Essig-Hinz von der Rosenberg-Gemeinde, verbreitete sommerlichen Optimismus, wunderbar.
Dazu spielten "Westblech" auf. Ein toller Abflug in den Sonntag.


Trini 7 am 14. Juli 2013 - die französischen Revolutionsfeiern sind fern.

Pfarrerin Ulrike Boss vom Krh. Bad Cannstatt hat das schöne Wetter auf ihrer Seite und spricht einfühlsam zu den zahlreich erschienenen Frühaufstehern.
Wieder zum wiederholten Male nicht den ultimativen Birkenkopf-Hit gesungen :
Geh' aus mein Herz und suche Freud'.
Leider.


Trini 8 am 21.Juli: Wieder so ein Wunder-Warmer-Sommer-Morgen.
Mit seelsorgerischer Doppelspitze: Pfarrer Dr. Christoph Dinkel von der Christuskirche und seine Frau Prof .Dr. Isolde Karle.
 

Ein Andachtstext, der zum Nachdenken anregte - und: Endlich der Sommerhit "Geh' aus mein Herz". Was will man mehr an einem Sommermorgen.



Den 9. Sonntag nach Trinitatis leider verpasst.


10. Sonntag nach Trinitatis, 4. August: Pfarrer i. R. Reinhard Brandhorst von der Leonhardskirche spricht darüber, dass alles fließt ("Panta rhei") und das Gott als verlässliche Größe bleibt. Dazu ein genialer Saxofonist und dazu schöne Lieder, u.a. Bewahre uns Gott. Das Ganze unter blassblauem Himmel. Was für ein Morgen!


Den 11. Sonntag nach Trinitatis leider auch verpasst.

12. Sonntag nach Trinitatis am 18. August.
Pfarrerin Daniela Dunkel von der Markuskirche spricht über das Sehen, das Erkennen, das Begreifen und die Riesenräume, die sich dadurch öffnen.
Und sie vermittelt eine sehr anschauliche Interpretation des Liedes "Geh' aus mein Herz und suche Freud", das ursprünglich "Sommergesang" hieß. Das Lied, geschrieben am Ende des 30jährigen Krieges, will den Blick nach vorne lenken, zeigen, dass die Welt trotz allen Leides ein lebenswerter Ort ist - und wagt den Ausblick auf einen künftigen Ort, wo es noch besser ist...



Das war's für mich in diesem Jahr auf dem Hügel.
Weiter im kommenden Jahr - ab Ostern. Wie immer.