Birkenkopf in Stuttgart
Wie alles so begann.

Ende der 40iger Jahre des vergangenen Jahrhunderts musste entschieden werden, wo all die Trümmer aus dem Bombenkrieg gelagert werden sollten. Man entschied sich für den Höhenzug oberhalb des Westbahnhofs in Stuttgart-West - heute Birkenkopf genannt. Das obige Foto zeigt einen nicht datierten späteren Bauzustand, vermutlich Anfang der 50iger Jahre.

Angelegt wurde der Trümmerberg nach den Plänen des
Malers und Architekten Manfred Pahl (1900 bis 1994). Pahl, eigentlich "Kunstmaler" und aus der Schule Adolf Hölzels stammend, war in den 1950iger Jahren bei der Stadt Stuttgart im Friedhofs- und Grünflächenamt tätig.

Nach einem wenig erfolgreichen Planungs-Wettbewerb wurde der Gipfel des Birkenkopfes so angelegt, dass ein nach Nordost geöffnetes Halbrund wie ein Amphitheater mit Blick auf das Stuttgarter Zentrum entstand. Ein umlaufender Weg führt rund um den terrassenförmigen Berg hinauf zum Gipfel.

Das Gipfelkreuz erreicht der Besucher durch eine Schlucht aus aufgetürmten
zerborstenen Säulen und Mauersteinen. Die Gesamtanlage wurde erst 1958 fertiggestellt.

Eine vom
Stuttgarter Verschönerungsverein finanzierte Orientierungstafel erläutert den großartigen Rundumblick.

Anfang 2018 wurde ein Landschaftsarchitekt damit beauftragt , ein Konzept zu erarbeiten, um den kunstvoll gestalteten Trümmerberg aufzumöbeln. Ziel sei es dabei auch, „der denkmalpflegerischen Verpflichtung“ gerecht zu werden. Mittel dafür finden sich im Doppelhaushalt 2018/19 der Stadt Stuttgart.
Passiert ist aber noch nichts.

Es gibt
zahllose fantastische Fotografien der Szenerie, die die Fotografen zu allen Jahres- und Tageszeiten herausfordert.

Und nunmehr schon seit Jahrzehnten auf dem geistlichen Schuttberg:
Jedes Jahr ab Ostern Andacht.
Bis zum Ende der Sommerferien im September.
Immer um 8.00 Uhr morgens. Bei jeden Wetter.
Ist das Wetter zu garstig, findet der Gottesdienst in der Schutzhütte unterhalb des Gipfels statt.

Virtueller Rundblick gefällig?
HIER zu finden.
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Auf geht's!